Die Erde ist aus konzentrischen Schalen aufgebaut und unterteilt sich in einen Erdkern, einen Erdmantel und die Erdkruste. Der innerste Kern ist etwa 5.000 bis 7.000 Grad Celsius heiß. Ganz außen befindet sich die vergleichsweise dünne Erdkruste, wobei die kontinentale Kruste zwischen 30 bis 70 Kilometer dick ist.
In dieser Kruste ist von der Hitze des Erdkerns immer noch etwas zu spüren. Außerdem tragen radioaktive Zerfallsprozesse in der Erdkruste weitere Wärme bei. Mit zunehmender Tiefe steigt die Temperatur an, in Mitteleuropa etwa um 3 Grad Celsius pro 100 Metern Tiefe. Somit werden in einer Tiefe von 1.000 Metern etwa 40 Grad Celsius erwartet, in 2.000 Metern 70 Grad Celsius und in 3.000 Metern bereits 100 Grad Celsius.
Geothermie macht sich diese Erdwärme zunutze. Dabei unterscheiden wir zwischen oberflächennaher, mitteltiefer und tiefer Geothermie. Außerdem gibt es verschiedene Wege, über die man die Erdwärme nutzbar machen kann: aus dem Erdreich, aus Tiefenwasser, das in bestimmten Gesteinsschichten zirkuliert oder aus mit Wasser gefüllten Stollen, wie die von ehemaligen Bergwerken. Erdwärme ist unabhängig von Wetter oder Jahreszeit jederzeit verfügbar.